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Cholangioskopie: Neue Methode bringt Klarheit bei Erkrankungen der Gallenwege

16.01.2026 #GFO Kliniken Niederrhein #Gastroenterologie und Viszeralmedizin Moers

Mit der Einführung der Cholangioskopie stärkt das St. Josef Krankenhaus Moers seine Rolle als leistungsstarkes Stadtkrankenhaus für die Region.

In der Klinik für Gastroenterologie und Viszeralmedizin am St. Josef Krankenhaus Moers unter der Leitung von Chefarzt Cetin Sen kommt seit Anfang des Jahres eine hochmoderne Untersuchungsmethode zum Einsatz: die Cholangioskopie. Damit erweitert die Klinik ihr diagnostisches und therapeutisches Spektrum um ein Verfahren, das deutlich präzisere Einblicke in die Gallenwege erlaubt als herkömmliche Methoden. „Diese Technik ermöglicht uns, die Gallenwege direkt zu spiegeln und unter Sicht gezielt zu behandeln“, erklärt Cetin Sen.  Im Vergleich zur klassischen ERCP (endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie) können wir mit der Cholangioskopie nicht nur Strukturen besser beurteilen, sondern auch gezielt Gewebeproben entnehmen, ein großer Fortschritt bei unklaren Befunden oder komplizierten Krankheitsverläufen.

Wann die Untersuchung sinnvoll ist

Eingesetzt wird die Methode bei Patientinnen und Patienten, die unter wiederkehrenden Schmerzen im rechten Oberbauch, Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht), erhöhten Leber- oder Gallenwerten oder unklaren Veränderungen in der Bildgebung leiden. In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird individuell geprüft, ob die Cholangioskopie das passende Verfahren ist.

 

Dass die neue Methode bereits etabliert ist, zeigen zwei Fälle aus der Klinik.

 

Eine 69-jährige Patientin, Frau S., war zur geplanten Entfernung zweier dislozierter Metallstents in den Gallengang stationär aufgenommen worden. Nach mehreren erfolglosen Versuchen mit der herkömmlichen ERCP in anderen Kliniken gelang es in im St. Josef Krankenhaus, die Stents mit Hilfe der neuen Technik sicher zu entfernen.

„Ich war ehrlich erleichtert, als man mir sagte, dass der Eingriff ohne große Operation möglich ist“, erzählt Frau S. „Nach den gescheiterten Versuchen hatte ich kaum noch Hoffnung – aber diesmal hat es wirklich geklappt“.

Auch ein 76-jähriger Patient, Herr B., mit einem Klatskin-Tumor, einer Tumorerkrankung im Bereich der Gallenwege, profitierte von der Cholangioskopie. Bei ihm konnte ein Metallstent erfolgreich neu platziert werden, nachdem frühere Eingriffe außerhalb des St. Josef Krankenhauses fehlgeschlagen waren.


„Ich glaubte kaum noch daran, dass sich etwas verbessern würde“, berichtet Herr B. „Doch nach dem Eingriff ging es mir deutlich besser und ich konnte mit meiner Frau sogar wieder in den Urlaub fahren und eine Kreuzfahrt mit der Aida zu den Kanaren, nach Madeira und Marokko machen“.

„Die Engstelle war sehr komplex und tief gelegen - eine klassische Drainage war deshalb nicht möglich“, erklärt Chefarzt Cetin Sen. „Unsere Lösung bestand in einer gezielten Kombination aus drei modernen Verfahren: einer Cholangioskopie zur direkten Spiegelung der Gallenwege mit hochauflösender Sicht auf die Engstelle, einer Bougierung zur vorsichtigen Erweiterung des verengten Gallengangs und einer Radiofrequenzablation, mit der das Tumorgewebe gezielt behandelt wurde, um die Stentplatzierung und Durchgängigkeit zu verbessern“, erklärt Chefarzt Cetin Sen. Der Eingriff erfolgte minimalinvasiv also ohne Operation – die Patientin konnte sich rasch erholen.

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