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Innovative Fortschritte in der Gastroenterologie und Viszeralmedizin

20.03.2025 #Allgemein- und Viszeralchirurgie Moers #Gastroenterologie und Viszeralmedizin Moers

Moderne Diagnostik und Therapie mit KI und minimal-invasiven Verfahren am St. Josef Krankenhaus Moers

 

Die moderne Gastroenterologie Viszeralmedizin erlebt einen tiefgreifenden Wandel durch technologische Innovationen, die Diagnosen präziser und Behandlungen schonender machen. Am St. Josef Krankenhaus Moers kommen in der Gastroenterologie neue Verfahren wie die endoskopische Vollwandresektion (eFTRD), die endoskopische Submukosadissektion (ESD), die Cholangioskopie sowie die hochauflösende Manometrie und pH-Metrie zum Einsatz. Im OP werden die Roboter gestützten Verfahren zur Routine – Technologien, die präzisere Diagnosen und schonendere Behandlungen ermöglichen und die den Patientenkomfort und die Heilungschancen erheblich verbessern.


Neue Maßstäbe in der endoskopischen Therapie

Die endoskopische Vollwandresektion (eFTRD) bietet eine minimal-invasive Alternative zur operativen Entfernung tieferliegender Tumore oder Polypen. Noch präzisere Eingriffe ermöglicht die endoskopische Submukosadissektion (ESD), die es erlaubt, verdächtige Gewebeareale en bloc zu entfernen, um eine exakte histopathologische Untersuchung durchzuführen. „Beide Verfahren stehen für die Zukunft der endoskopischen Therapie“, so C.Sen Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Viszeralmedizin. 

Die Cholangioskopie bringt eine Revolution in der Behandlung von Gallengangserkrankungen. Sie ermöglicht eine direkte Sicht in die Gallengänge, was präzisere Diagnosen und gezielte Interventionen erleichtert. Besonders in Kombination mit der elektrohydraulischen Lithotripsie (EHL), bei der durch elektrische Entladungen Stoßwellen erzeugt werden, können selbst große Steine im Gallengang schonend zertrümmert werden. Studien zeigen, dass die Erfolgsrate der EHL bei der Fragmentierung von Gallengangssteinen über 90 % liegt, während das umliegende Gewebe geschont wird. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist die Minimierung der Eingriffszeit und die Reduktion von Komplikationen.


Moderne Diagnostik und Therapie für Reflux und Motilitätsstörungen

Die Ösophagus-Manometrie und die pH-Metrie gehören zu den modernsten diagnostischen Verfahren in der Gastroenterologie. Diese Technologien ermöglichen eine detaillierte Analyse von Motilitätsstörungen und Refluxerkrankungen der Speiseröhre, was zu einer präziseren Diagnosestellung und individuelleren Therapieansätzen führt.

Die hochauflösende Manometrie (HRM) liefert detaillierte Analysen der Speiseröhrenbeweglichkeit und hilft bei der Diagnose von Motilitätsstörungen wie Achalasie und distalem Ösophagusspasmus. Die pH-Metrie, insbesondere die 24-Stunden-pH-Metrie, erfasst den Säuregehalt in der Speiseröhre und liefert wichtige Daten zur Diagnose von gastroösophagealem Reflux (GERD). „Diese Verfahren sind entscheidend für maßgeschneiderte Therapieansätze“, so C. Sen.

Zusammengeführt werden alle Befunde im Refluxzentrum durch gemeinsame Besprechungen. Ergibt sich aus den genannten Untersuchungen eine Operation als optimale Therapie für eine Refluxerkrankung bietet die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit einer Roboter gestützten Technik eine für Patienten besonders schonende Möglichkeit von den Beschwerden befreit zu werden.

Künstliche Intelligenz verbessert die Kapselendoskopie

Ein weiterer Meilenstein ist die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Kapselendoskopie, die im St. Josef Krankenhaus bereits seit 2024 regelmäßig eingesetzt wird. Studien zeigen, dass KI-gestützte Systeme wie ProScan™ die Diagnosegenauigkeit auf zum Teil weit über 90 % steigern und die Auswertung von Untersuchungsergebnissen beschleunigen. So können Ärzte subtile Veränderungen der Darmschleimhaut schneller erkennen, was die Früherkennung von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Darmkrebs verbessert.

„KI in der Endoskopie ist ein echter Gamechanger“, sagt C. Sen. „Sie hilft uns, Diagnosen schneller und präziser zu stellen und so die Behandlung unserer Patienten weiter zu optimieren.“


Viszeralmedizinische Kliniken als Zukunft der interdisziplinären Medizin

Mit dem Fortschritt in der Endoskopie den Fortschritten in der Endoskopie und im Operationssaal wächst auch die Bedeutung viszeralmedizinischer Kliniken. Die enge Zusammenarbeit von Gastroenterologen und Viszeralchirurgen bietet Patienten eine umfassende Versorgung – von bei der Behandlung aller Erkrankungen des Bauchraums bis hin zu innovativen, minimal-invasiven Operationen. Insbesondere bei Darmkrebs und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen profitieren Patienten von der effizienten Kooperation der beiden Fächer.

„Die Kombination aus innovativen Technologien für die Diagnostik, interdisziplinärer Zusammenarbeit und minimal-invasiven Methoden setzt neue Maßstäbe in der Patientenversorgung“, erklären Dr. M. Renter und C. Sen, die gemeinsam die Klinik für Viszeralmedizin am St. Josef Krankenhaus Moers leiten. „Unser Ziel ist es, Patienten die bestmögliche Behandlung zu bieten – individuell, präzise und schonend.“

Diese Entwicklungen zeigen: Die Gastroenterologie ist im Wandel – und das St. Josef Krankenhaus Moers ist an vorderster Front dabei.
 

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